34) Mehdi Ghadyanloo

Mehdi Ghadyanloo /IR

THE FRAUD AND HOPE, 2018

Malerei, Lack auf Boden, Größe variable Mehdi Ghadyanloo spielt mit den Blickachsen, die sich durch die unterschiedlichen Ebenen des weitläufigen HÖHENRAUSCH-Rundwegs ergeben. Sein illusionistisches Bodengemälde verwandelt das Parkdeck 13 in eine befremdliche Szenerie: Von einem bestimmten Punkt auf den hölzernen Dachstegen aus besehen, tut sich vor den Augen der BesucherInnen ein täuschend echt wirkender Abgrund auf – ein fantastischer, dunkler Sogwirbel, der neue Gedankenräume eröffnet.

Mehdi Ghadyanloo wuchs in der Nähe der iranischen Hauptstadt Teheran auf, wo er später Malerei studierte. 2004 folgte er einer Ausschreibung des Büros für Stadtverschönerung und begann mit der Umsetzung meterhoher Malereien an Hauswänden der 15-Millionen-Einwohner-Stadt. Auch wenn er sich bei den über 100 Wandmalereien in seiner Heimatstadt strikt an die Regeln der Islamischen Republik hält, schafft er es gleichzeitig Tatsachen anzusprechen.

Seit 2011 ist er auch in anderen Städten wie London, Boston und Detroit tätig. Ghadyanloo ist somit der erste iranische Künstler seit der islamischen Revolution 1979, der sowohl in den USA als auch im Iran von öffentlichen Institutionen Aufträge erhielt.

*1980, lebt und arbeitet in Teheran/IR

Location: OÖ Kulturquartier (34)


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